Es ist noch nicht all zu lange her als die Frau nur einen Doktor zu heiraten brauchte um mit Frau Doktor angesprochen zu werden. In der alten Donaumonarchie hatte es die Frau geschafft, sobald sie richtig geheiratet hat. Also Frau Universitätsprofessor zum Beispiel oder Frau Diplompädagoge, noch besser wäre Frau Professor. Die Gesellschaft würdigte Sie dann mit “Küß’ die Hand” und einem, heute nicht mehr so aufbauendem Satz, dass “hinter so erfolgreichem Mann eine doch noch erfolgreichere Frau stehen muss”. Heute übersieht die Frau nicht mehr, dass es sich hier trotzdem um den zweiten Platz dahinter handelt…
Aber was hat denn uns Frauen nur geritten, als wir uns so um die vorderen Plätze gerungen haben? Was hat uns den die Emanzipation für Vorteile gebracht? Die Frau hinter dem Manne von vorigem Jahrhundert hatte wenigstens ein klar abgestecktes Revier. Und Heute?
Heute hat sich der Jäger und Sammler (Mann) so daran gewöhnt, dass die Frau den Mann stehen kann, dass er es schamlos ausnützt. Nicht einmal mehr virtuell kommt er auf dem weißen Gaul angeritten, wenn wir ihm um die Wien Musical Karten bitten, von einer Einladung zur Opern Ball in der Wiener Staatsoper, dem Traum jeder Frau, ganz zu schweigen. Und noch schlimmer trifft es eben die Frauen, die sich Karriere mäßig vor den Mann gestellt haben. Nicht genug, dass sie jetzt ihre Operntickets selber bezahlen müssen, wird ihrer Erfolg noch danach gemessen, wie viele Männer….sie im Shisha Shop oder hinter sich gelassen hat.
Denn in unserem Jahrhundert lautet so der Spruch: “Hinter jeder erfolgreichen Frau steht mindestens ein Mann, der sie aufhalten will”.
